Wie schon im letzten Jahr, nahmen wir auch diesen Sommer
wieder an dem Curlingturnier um die Hansthaut-Throphy in Garmisch-Partenkirchen
teil. Unser Ziel uns gegenüber dem letzten Mal zu steigern haben wir klar
erreicht, obschon es zu Beginn überhaupt nicht danach aussah...
Im ersten Spiel begann alles nach Wunsch und wir schrieben das erste End. Doch
dann schien auf einmal nichts mehr so richtig gelingen zu wollen und der Gegner
glich aus. Es war zum Verzweifeln, entweder war der gespielte Stein einen Meter
zu lang oder zu kurz und manchmal fehlte uns einfach das letzte bisschen Glück
um zu Punkten. Unsere Gegner nützten diese "Pechphase" gnadenlos, manchmal auch
mit etwas Glück, aus und hatten am Schluss des Spiels die Nase vorn.
Der erste Tag des Turniers war also nicht optimal verlaufen. Doch ein gediegenes
Abendessen in einer Berghütte mochte uns schon bald wieder optimistisch stimmen.
Immerhin, wenn wir die "mittelalterlichen" Gondeln, die uns auf den Berg hoch
brachten, schadlos überstehen konnten, dann galt dies wohl auch für das
Curlingturnier.
Und siehe da, im ersten Spiel des zweiten Turniertages liessen wir nichts
anbrennen und hatten den Gegner von Anfang an unter Kontrolle. End für End
gelang es uns, mit grosser Disziplin und ohne Leistungseinbruch, einen Stein zu
stehlen und das Spiel deutlich für uns zu entscheiden. Meiner Meinung nach war
dies unser stärkstes Spiel...
Das zweite Spiel an diesem Tag war von uns jedoch wieder alles andere als stark
gespielt. Zu viele Fehler unterliefen uns. Ausserdem brachte uns das schwer
einschätzbar fallende Eis des Aussenrinkes auch nicht gerade viel Glück.
Der zweite Tag des Turniers beendeten wir also mit gemischten Gefühlen. Doch
viel Zeit um über unsere vergangenen Spiele nachzudenken blieb uns auch am
Samstag nicht. Denn die Curlerinnen und Curler wurden zu einem grossen Bankett
geladen. Mit einem überwältigendem Blick auf die Zugspitze und viel feinem Essen
ging der Abend erst einige Stunden später zu Ende.
Am letzten Tag haben wir uns für das nächste Spiel viel vorgenommen. Ein Sieg
musste unbedingt her, um die letzte Runde (Finalrunde) zu erreichen. Und ein
Sieg war es dann auch. Zu unserer grossen Enttäuschung fehlten uns jedoch am
Ende gerade mal zwei "mickrige" Ends um in die Finalrunde einzuziehen.
Mit einem 27. Rang (aus 48 Teams) und einer deutlichen Steigerung gegenüber dem
letzten Jahr, konnten wir, trotz des knapp verpassten Finalrundeneinzugs,
zufrieden zurück in die Schweiz fahren.
Wir danken dem Organisations-Team für ein gelungenes Sommer-Curling-Turnier und
bis nächstes Jahr!